Aktuelles

Grün-Schwarz

Kolumne Mai 2008

Großen Ärger der besonderen Art bescherte mir vor 30 Jahren eines meiner eher unbedeutenden Plakate. Gegenstand der Erregung war der schlichte Slogan „Wir brauchen die Grünen zur schwarzen Mehrheit.“ In der Postermitte ein grinsender Franz Josef Strauß, flankiert von Filbinger und Stoltenberg. Zahlreiche Ober- und Untergrüne waren empört.

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Billig durch Ausbeutung 

Kolumne April 2008

Stell’ Dir vor, die 17 Angestellten einer der rund 45 Hamburger Lidl-Filialen wählen zum ersten Mal einen Betriebsrat und niemand bekommt es mit. Dabei grenzt diese mutige Aktion schon fast an eine Revolution. Anlass genug für eine breite Berichterstattung – sollte man meinen. Dennoch Fehlanzeige.

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Privatisierungswahn

Kolumne März 2008

Die Deutschen können zwar keine Berge versetzen, wohl aber Deutsche Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Das haben dieses Jahr nicht nur die SPD-Basis, sondern auch weite Teile der Bevölkerung bewiesen, als sie die von ihm geplante Teilprivatisierung der Bahn erst einmal stoppten.

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Hessen vorn!

Kolumne Februar 2008

„An Hessen führt kein Weg vorbei“. Mit solch bescheidenen Worten wirbt die hessische Landesvertretung in Berlin für ihr blühendes Bundesland. Doch jetzt führt wohl doch ein Weg vorbei: An Hessens Regierungschef Roland Koch, der mit seinem brutalstmöglichen Wahlkampf vor einer Woche grandios gescheitert ist, mit ihm übrigens BILD, sein treuer täglicher Wahlhelfer und nicht zu vergessen Wolfgang Clement.

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Otto Extremverbraucher

Kolumne Februar 2008

„Wir haben nur noch 13 Jahre, um die Erde zu retten“, prophezeite die Bild-Zeitung Anfang des Jahres, als der UN-Klimabericht lediglich das bestätigte, was wir schon längst hätten wissen können: Der Mensch ist des Klimas größter Feind. „Otto Extremverbraucher“ war für zwei Wochen erstaunt und erregt.

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Kunst und Geld

Kolumne Januar 2008

Wie kann ein Schriftsteller nur so undankbar sein. Da honoriert man seine künstlerische Leistung mit 6 000 Euro und dem „Thüringer Literaturpreis“ und er beschwert sich noch. Solche Gedanken mögen vielen Kultursponsoren und Kultusministern durch den Kopf gegangen sein, als Ingo Schulze in seiner „Dankesrede“ dem spendablen Stromkonzern E.ON und der titelverleihenden Landesregierung eine Lektion in Sachen unabhängiger Kunst erteilte.

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