Kolumne März 2008
„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“, lautet ein beliebter Spruch. Aber was gestern noch in den Schlagzeilen stand, ist längst noch nicht erledigt, nur weil es in der medialen Welt nur noch gelegentlich auftaucht.
Kolumne März 2008
„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“, lautet ein beliebter Spruch. Aber was gestern noch in den Schlagzeilen stand, ist längst noch nicht erledigt, nur weil es in der medialen Welt nur noch gelegentlich auftaucht.
Kolumne März 2008
Die Deutschen können zwar keine Berge versetzen, wohl aber Deutsche Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Das haben dieses Jahr nicht nur die SPD-Basis, sondern auch weite Teile der Bevölkerung bewiesen, als sie die von ihm geplante Teilprivatisierung der Bahn erst einmal stoppten.
Kolumne Februar 2008
„An Hessen führt kein Weg vorbei“. Mit solch bescheidenen Worten wirbt die hessische Landesvertretung in Berlin für ihr blühendes Bundesland. Doch jetzt führt wohl doch ein Weg vorbei: An Hessens Regierungschef Roland Koch, der mit seinem brutalstmöglichen Wahlkampf vor einer Woche grandios gescheitert ist, mit ihm übrigens BILD, sein treuer täglicher Wahlhelfer und nicht zu vergessen Wolfgang Clement.
Kolumne Februar 2008
„Wir haben nur noch 13 Jahre, um die Erde zu retten“, prophezeite die Bild-Zeitung Anfang des Jahres, als der UN-Klimabericht lediglich das bestätigte, was wir schon längst hätten wissen können: Der Mensch ist des Klimas größter Feind. „Otto Extremverbraucher“ war für zwei Wochen erstaunt und erregt.
Kolumne Januar 2008
Wie kann ein Schriftsteller nur so undankbar sein. Da honoriert man seine künstlerische Leistung mit 6 000 Euro und dem „Thüringer Literaturpreis“ und er beschwert sich noch. Solche Gedanken mögen vielen Kultursponsoren und Kultusministern durch den Kopf gegangen sein, als Ingo Schulze in seiner „Dankesrede“ dem spendablen Stromkonzern E.ON und der titelverleihenden Landesregierung eine Lektion in Sachen unabhängiger Kunst erteilte.
Kolumne Dezember 2007
Es gibt Dinge, von denen man glaubt, die kann es gar nicht geben. Man stelle sich vor, rund 1000 grün uniformierte Briefzusteller protestieren mit freundlicher Unterstützung ihres Arbeitsgebers, der PIN MAIL AG, vor dem Brandenburger Tor. Zu meinem großen Erstaunen stellte ich jedoch bald fest, dass die Schar der Demonstranten nicht etwa für den geplanten Mindestlohn von neun Euro im Osten und 9,80 Euro im Westen kämpft. Sondern an ihrem Hungerlohn selbst festhalten will.
Kolumne Dezember 2007
Um es gleich vorweg zu sagen: Es geht mir nicht um den Dauereinwand Sozialneid, sondern um soziale Gerechtigkeit. In diesem Kontext sind jährliche Pensionszahlungen in Höhe von 400.000 Euro für den scheidenden Chef des Stuttgarter Energiegiganten EnBW, Utz Claassen, im Alter von 44 Jahren, ein in jeder Hinsicht gesellschaftspolitischer Skandal.
Kolumne November 2007
Die rechtsextremistische NPD ist verfassungswidrig, sprach jüngst CDU-Innenminister Lorenz Caffier aus Mecklenburg-Vorpommern. Auch der innenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Dieter Wiefelspütz, hält sie eindeutig „für verfassungsfeindlich, für offen rassistisch, für antisemitisch“.
Kolumne September 2007
„Bahnfahren in hoher Qualität, preiswert und in der Fläche“, verspricht Verkehrsminister Tiefensee uns Bürgern für die Zeit nach der geplanten Teilprivatisierung. Wer würde sich nicht über billigere Tickets, solide Strecken und guten Service freuen.
Kolumne, August 2007
25 Millionen für Franck Ribéry, 7,8 Millionen für Carlos Alberto oder 4,5 Millionen für Mike Hanke. Für die kickenden Jungmillionäre geben die Bundesligamanager in dieser Saison wieder ihr letztes Boss-Hemd. Für die Sicherheit rund um ihre futuristischen Fußball-Arenen haben die Herren Spitzenverdiener in München oder Gelsenkirchen jedoch keinen müden Cent übrig.