Das von vielen Institutionen und Persönlichkeiten unterstützte Manifest ist ein klares Bekenntnis gegen einen kulturfeindlichen Nationalismus, der das sogenannte „Regierungsprogramm“ der AfD von Sachsen Anhalt durchzieht.
Wer den offiziellen Slogan der Kampagne „#moderndenken“ durch „#deutschdenken“ ersetzen will, muß nicht mehr viel erklären, welche Absichten er verfolgt.
Nicht nur die Idee des Bauhauses (1925 von der thüringischen Regierung vertrieben, 1932 von der NSDAP in Dessau geschlossen und 1933 durch die Nazis in Berlin nach Repressionen und Verhaftungen zur Selbstauflösung gezwungen) muß jetzt erneut gegen populistische, demokratie- und kunstfeindliche Angriffe verteidigt werden!
Eine Landesregierung unter Siegmund und Dr. Tillschneider, dem wortführenden rechtsextremen Chefideologen, der sich schon jetzt als Kulturminister des Bundeslandes nach dem AfD-Wahlsieg sieht, würde einen verheerenden Schaden anrichten, wenn auch nur Teile des „Regierungsprogramms“ in einem Bundesland in reale Politik umgesetzt werden sollten.
Vielleicht ist es nur ein Schritt von Tillschneiders „Irrtum der Moderne“, mit dem er ganz im Sinne brauner Vordenker das Bauhaus beschreibt, zu einem Ausstellungsprojekt für Beispiele „Entarteter Kunst“. Da sollten sich deren Organisatoren schon mal meine politischen Plakate vormerken und in die Auswahl aufnehmen. Schließlich habe ich meine Jugend in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) verbracht.