Klaus Staeck trifft Georg Schulz – Plakate und Holz-Skulpturen. Ausstellung bis 3. Mai im mecklenburgischen Schloß Wiligrad
Der Kunstverein Wiligrad zeigt die Ausstellung seit März während der Zeit der Fassaden- und Fenstersanierung des Schlosses im Maschinenhaus, einem imposanten Industriegebäude, auf dem Gelände des Schloßparks.
Bis zum 3. Mai sind die klassischen, satirischen Plakate von Klaus Staeck und die oft skurrilen Holzskulpturen von Georg Schulz zu sehen.
„Der Hamburger Künstler Georg Schulz (*1952 †2025) kam über die Arbeit als Möbeltischler zu seiner Leidenschaft, Charaktere in Holz zu hauen. Die Beobachtungen, die sich später in seinen Skulpturen wiederfinden, sammelte er im Alltag. Jede einzelne Skulptur verblüfft durch die einfache, aber äußerst treffende Darstellung menschlicher Eigenheiten. Obgleich Georg Schulz eher grob arbeitet, scheinen diese skurrilen Figuren in allem Nuancenreichtum zu leben. Und ganz ähnlich, wie es gute Karikatur zu leisten vermag, halten sie dem Betrachter liebevoll einen Spiegel seiner Schwächen vor.“ (aus dem Begleittext zur Ausstellung)
Schloß Wiligrad liegt am Schweriner See, zwischen Schwerin und Bad Kleinen. Es wurde 1896-1898 erbaut im Auftrag von Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg und seiner Frau Herzogin Elisabeth von Sachsen-Weimar-Eisenach und nach Plänen des Hannoveraner Architekten Albrecht Haupt. Bis zum Tod des Herzogs 1920 war es Sitz der Familie und Treffpunkt von Hochadel und Staatsmännern aber auch von Künstlern und Schriftstellern. Nach seinem Tod ging das Schloss in den Besitz der Großherzoglichen Vermögensverwaltung ein. Für interessierte Besucher bieten der Verein der Freunde des Wiligrader Schlosses und die Interessengemeinschaft Schlossensemble Wiligrad regelmäßig Führungen an.
Politische Plakate – Fünf Jahrzehnte Kunst und Politik
Vom 26. Februar bis 8. März 2026 sind ikonische politische Plakate von Klaus Staeck im öffentlichen Raum Hamburgs zu sehen. Der Hamburger Plakatwettbewerb Anfachen Award widmet seinem Schirmherrn eine Retrospektive unter freiem Himmel.
Anlässlich von Staecks 88. Geburtstag werden 77 Plakatmotive an drei zentralen Orten präsentiert: an der Kennedybrücke, hinter dem Hauptbahnhof und vor dem Rathaus. Themen wie Wohnungsnot, soziale Ungleichheit oder Umweltzerstörung ziehen sich durch das Werk des Künstlers – viele Motive entstanden vor Jahrzehnten und sind bis heute erschreckend aktuell.
Die Ausstellung zeigt politische Plakatkunst als direkten Eingriff in den öffentlichen Raum – streitbar, klar und demokratisch.
Zur Vernissage an der Kennedybrücke sprach Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien Ausstellungsdauer: 26.02. – 08.03.2026
„Deutsche Arbeiter. Die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen.“ Das geniale Plakat von 1972 sollte immer noch Brisanz undGültigkeit haben. Jedes Mal wenn mir Multimillionäre und Milliardäre ihr Leid geklagt haben, musste ich daran denken. Und unlängst in der Debatte um die Erbschaftssteuer hätte man es wieder an jede Plakatwand kleben sollen. Das würde sich die heutige SPD wohl nicht mehr trauen. Übermorgen wird Klaus Staeck 88 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch lieber Klaus! Du warst ein Meilenstein in meinem politischen Denken!
Auf meinem Schreibtisch stehen wechselnd auch immer mal wieder zwei von den Plakaten als Postkarte, von Klaus signiert. Hab mehrfach mit ihm diskutiert, dass er doch bitte online damit was macht. Leider ist er trotz meines wirklich engagierten Einsatzes kein Fan von Kommunikation online geworden. Happy Birthday, Klaus
Screenshot des 3D-Scans des ZKM Karlsruhe vom Büro in der Heidelberger Ingrimstraße
Ausstellung des Kulturamts im Friedrich-Ebert-Haus vom 30. Januar bis 26. April 2026. In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg würdigt die Stadt mit einer Ausstellung die Arbeit des Heidelberger Künstlers Klaus Staeck.
Klaus-Staeck-Ausstellung „Papierarchiv Höhle“ wird ab 20. März in den Heidelberger Hauptbahnhof erweitert
Text des Kulturamts der Stadt Heidelberg zur Ausstellung:
Klaus Staeck (geb. 1938) gehört seit den 1970er Jahren zu den prägendsten Stimmen politischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Mit seinen zugespitzten digitalen Bild-Text-Collagen mischte er sich in gesellschaftliche Debatten ein, prangerte politische und soziale Missstände an und setzte sich unter der Devise „Die Kunst findet nicht im Saale statt” nicht zuletzt mit Joseph Beuys für die Demokratisierung der Kunst ein. Die Ausstellung zeigt Staecks Werk in seiner doppelten Gestalt: als öffentlich wirksame, politische Intervention und als stille, alltägliche Collagepraxis, die aus der Fülle von Verpackungen und Papierrestbeständen schöpft. Im Zentrum steht die von Staeck selbst so bezeichnete „Höhle“: sein Heidelberger Atelier in der Ingrimstraße – eine dichte Papierlandschaft, gefüllt von gesammelten Postkarten, Ansichtskarten, Werbeprospekten und anderen Druckmaterialien, in der politischer Aktivismus und private Bildfindung ineinandergreifen. Die Ausstellung lädt ein, seine Arbeits- und Materialwelt zu betreten und Klaus Staeck nicht nur als politischen Plakatkünstler, sondern als künstlerischen Chronisten des Alltags kennenzulernen.
Künstlerinnen und Künstler im Dialog
In der Ausstellung werden zudem Collagen des mehrfach international ausgezeichneten Heidelberger Grafikdesigners Götz Gramlich und des Grafikers Maxwell Hathway gezeigt, die auf die enge Zusammenarbeit dreier Heidelberger Grafiker aus unterschiedlichen Generationen verweisen. Klaus Staeck und Götz Gramlich verbindet ihre Beschäftigung mit der Form des politischen Plakats. In den vergangenen Jahren haben sie gemeinsame Aktionen und Ausstellungen realisiert. Auch die klassische Collagetechnik bildet eine weitere gestalterische Verbindung der beiden. Zwischen 2020 und 2022 experimentierten Staeck und Gramlich und Hathaway intensiv mit Collagetechniken.
3D-Scan der ,,Höhle“
In der Ausstellung wird ein digitaler 3D-Scan zu sehen sein, der es erlaubt, Staecks Atelier in der Ingrimstraße virtuell zu betreten und diese besondere Arbeitsumgebung aus nächster Nähe zu erleben. Im Auftrag des Kulturamts der Stadt Heidelberg hat das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) Karlsruhe über mehrere Monate hinweg ein dreidimensionales digitales Abbild der „Höhle“ geschaffen, um sie im gegenwärtigen Zustand für die Nachwelt als virtuellen Raum zu erhalten. Für die Umsetzung des virtuellen Abbildes wurde ein aufwendiges Hybridverfahren genutzt, bei dem fotogrammetrische Aufnahmen des Raums mit einem 3D-Scan kombiniert wurden. Die Fotogrammmetrie erlaubt die exakte Vermessung von Bildaufnahmen, wodurch diese in der späteren Verarbeitung zum 3D-Modell passgenau zusammengefügt werden können. So wurde es möglich, die „Höhle“ realitätsnah und zugleich erlebbar darzustellen. Nähere Informationen zum 3D-Scan findet Sie auf der Website des ZKM.
Ausstellung wurde am 7. November im Willy-Brandt-Haus eröffnet und ist bis April 2026 zu sehen
Im März 1982 erschien in Ostberlin mit ENTWERTER/ODER die erste illegal herausgegebene original-grafische Künstlerzeitschrift. Gründer und Initiatoren waren Uwe Warnke und Siegmar Körner. Das Projekt kombinierte Schreibmaschine, Grafik und Fotografie zu handgebundenen Unikaten, die im privaten Umfeld weitergereicht wurden.
Herausgeber Uwe Warnke, Klaus Staeck, SPD-Schatzmeister Dietmar Nietan und die langjährige Ausstellungskuratorin und künstlerische Leiterin des Freundeskreises Willy-Brandt-Haus, Gisela Kayser bei der Ausstellungseröffnung am 7. November. Foto Manfred Mayer
Als mutiger Akt gegen staatliche Kontrolle und Stimme der subkulturellen Gegenöffentlichkeit war ENTWERTER/ODER ein Pionier innerhalb des ständig von der Stasi observierten „Zeitschriftenunwesens“ und zugleich ein zentrales Forum für künstlerische Selbstbehauptung. Mit dabei waren unter anderem Harald Hauswald, Claus Bach, Kurt Buchwald, Ruth Wolf-Rehfeldt, Peter Wawerzinek und Strawalde.
ENTWERTER/ODER regte auch in anderen Städten in der späten DDR Herausgeber, Autoren und Künstler zu ähnlichen Projekten an.
Bis heute sind 102 reguläre Ausgaben und 28 Sonderhefte erschienen. Über 500 nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler waren in dieser Zeit beteiligt. „Alles geschah ohne jegliches kommerzielles Interesse. Wir waren jung und auf Ärger vorbereitet. Wir hatten nichts zu verlieren. Wir taten etwas, ohne zu fragen. Genau das war das Politikum.“ (Uwe Warnke, Herausgeber ENTWERTER/ODER)
„KUNST FUER ALLE“ – ein Beitrag von Klaus Staeck für ENTWERTER/ODER. In der untersten Reihe Auszüge aus Stasi-Protokollen zur Observation der Beteiligten am Projekt.
Installation mit Archivkisten aus dem Vorlass von Klaus Staeck für das Archiv. Foto: Manfred Mayer
Werner Heegewaldt, Direktor des Archivs der Akademie der Künste, in „Akademie–Brief #2“:
Die Archivtools von Klaus Staeck
„Nichts ist erledigt.“ Das Credo des Plakatkünstlers Klaus Staeck prangt auf einem roten Koffer, der zu einem der jüngsten Neuzugänge des Archivs der Akademie der Künste gehört. Der Inhalt dokumentiert eine Ausstellung zu Fragen der Ökologie, wie Klimaerwärmung, Lufverschmutzung oder Atommüll. Die Schau tourt in den 2010er Jahren durch die Goethe-Institute weltweit. „Staeck-Plakate“ gelten als Markenzeichen für eine politische Kunst, die sich an ein breites Publikum richtet, gesellschaftliche Miss-Stände satirisch entlarvt und so zum Nachdenken über Kunst, Politik und Gesellschaft anregt. Die Toolbox als Ordnungssystem lässt erahnen, wie der Künstler sein überbordendes Material aufbewahrt und für sich erschließt. Staeck geht dafür einen unkonventionellen Weg und hat um die 500 rote Werkzeugkoffer zweckentfremdet. Seine eigenhändigen Aufschriften verdeutlichen die eitgespannten, interdisziplinären Interessen des Grafikers, politischen Aktivisten und Verlegers. Mitunter wirken die lakonischen Beschriftungen kryptisch oder auch geheimnisvoll: „anachronistischer Zugang, 1980″, „Bringt die Birne aus der Fassung“, „Lidl-Aktion l“, „Manuskript Störfall Kunst“ oder „Arno Breker IV“.
Bestens vernetzt mit der deutschen Kunstszene, arbeitet Klaus Staeck mit zahlreichen Kunstschaffenden aus unterschiedlichen Genres zusammen, wie Joseph Beuys, Heinrich Böll, Hanne Darboven, Jochen Gerz, A. R. Penck, Nam June Paik und Katharina Sieverding.
Seit 1968 verfolgt er das künstlerische Geschehen in Deutschland intensiv und legt dazu Sammlungen an. Sein umfangreiches Archiv wird so zu einem Spiegel deutscher Kunstgeschichte.
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Für Künstler wie für Sammler von Kunst und Zeitzeugnissen ist es ein großes Glück, dass es solche Archive wie das der Akademie der Künste gibt, und eine Sozietät von 400 Kunstschaffenden, die sich ein Archiv leistet, in Zeiten, da das Geld auch für Kulturausgaben immer knapper wird, verdient allen Respekt.
Und, um von meinem Beitrag für das Archiv zu sprechen, ist es eine gutes Gefühl, meinen Vorlass jetzt in der Nachbarschaft von George Grosz und Heartfield zu wissen – um nur zwei Namen aus der Vielzahl der Künstler zu nennen, die hier versammelt sind.
Fast ein Jahrzehnt durfte ich als gewählter Präsident in dieser Akademie dazu beitragen, dass die von Walter Jens und Heiner Müller gewagte Vereinigung der Ost- und West- Akademie mit einigem Erfolg weitergeführt werden konnte.
Ich erinnere an die große Leistung von György Konrád, als Präsident einer meiner Vorgänger, der dieser Akademie auch internationale Anerkennung gebracht hat. Konráds Nachlass wird ebenfalls hier in Berlin aufbewahrt und allen Interessenten zugänglich gemacht.
Und ich hoffe, dass auch alle nachfolgenden Präsidenten diesen großen Schatz künstlerischer Hinterlassenschaften würdigen, das Archiv der Akademie fördern und seine Bestände mehren helfen.
(07. Oktober 2025, zur Ausstellung „75 Jahre Archiv der Akademie der Künste“)
Ausstellung in der Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
8. Oktober 2025 bis 18. Januar 2026, Di-Fr 14-19 Uhr, Sa So 11-19 Uhr
(…) Die Schau eröffnet mit einem kugelförmig angeordneten „Staeck-System“. Kleine rote Werkzeugkisten aus dem Baumarkt, in denen der legendäre Ex-Präsident der Akademie der Künste Klaus Staeck (87) viele Erinnerungen, Zettel und Fotos verwahrte. Er reiste zur Ausstellungseröffnung aus Heidelberg nach Berlin an, gab zu: „Das Sammeln ist etwas Pathologisches.“
Klaus Staeck in der Ausstellung, fotografiert von Charles Yunck für die BZ. Foto Manfred Mayer
Litfaß-Säule am Berliner Kollwitzplatz. Fotos: Michael Wismar
Zum Tag des Offenen Denkmals am 14. September 2025 wurde von Michael Wismar, Initiator des Projektes LITFASS GOES URBAN ART, eine historische Litfaßsäule am Berliner Kollwitzplatz mit Staeck-Plakaten beklebt. Zufallsgast war Wolfgang Thierse. In Berlin gibt es ca. 2500 Litfaßsäulen, die für kommerzielle Plakatwerbung genutzt werden. Davon stehen 24 Litfaßsäulen unter Denkmalschutz.
Seit April 2019 setzt sich das Projekt Litfass Goes Urban Art dafür ein, dass alle 24 denkmalgeschützten Litfaßsäulen nicht mehr für kommerzielle Werbung verpachtet, sondern an ein Bündnis aus Berliner Kulturschaffenden und lokalen Kulturinstitutionen übergeben werden. Der in Berlin lebende Künstler und Initiator des Projektes, Michael Wismar, kuratiert seit 2019 auf denkmalgeschützten Litfaßsäulen mit unterschiedlichen Künstlern und Künstlerinnen. Seit 2022 nimmt er jährlich an der Veranstaltung Tag des Offenen Denkmals teil und versucht so auf eine alternative Nutzung der Säulendenkmäler durch eine künstlerische Intervention aufmerksam zu machen. 2021 bekam er vom Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg eine Litfaßsäule geschenkt, welche er 2022 mit der Unterstützung von der Künstlerin Marina Naprushkina auf dem Bahnhofsvorplatz Gesundbrunnen aufstellte. Seitdem wird die Säule jeden Monat künstlerisch bespielt. (Textquelle: Wikipedia)
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Radierungen, Bilder mit Ritztechniken und Ölgemälde. Im Theologischen Zentrum Braunschweig können Interessierte Kunstwerke mit christlichen Motiven oder Bedeutungen ausleihen. Nach Angaben des gleichnamigen Verbandes ist es die erste christliche Artothek Deutschlands. Die Bilder unterscheiden sich von der Kunst in klassischen Artotheken, da sie zum einen Bilder aus der Geschichte des Christentums darstellen. Zum anderen greifen sie auf abstrakte Weise Fragestellungen politischer oder gesellschaftlicher Debatten auf.
mit Präsentation aus dem Vorlass des Klaus-Staeck-Archivs – Eröffnung am 7. Oktober in Berlin
Bestandteile des Vorlasses „Klaus-Staeck-Archiv“ Foto AdK
»Nichts ist erledigt.« Das Credo des Plakatkünstlers Klaus Staeck prangt auf einer roten Box, die zu den jüngsten Neuzugängen des Archivs der Akademie der Künste gehört. Ihr Inhalt dokumentiert eine Plakat-Ausstellung, in der sich Staeck mit Fragen der Ökologie wie der Klimaerwärmung, Luftverschmutzung oder des Atommülls beschäftigt und die in den 2000er Jahren weltweit durch die Goethe-Institute tourte. Nicht nur dadurch wurde das »Staeck-Plakat« zu einem Markenzeichen für politische Kunst, die sich an ein breites Publikum richtet, gesellschaftliche Missstände satirisch entlarvt und so das Nachdenken über Kunst, Politik und Gesellschaft anregt. Der Neuzugang steht beispielhaft für das Profil des Akademie-Archivs, das heute als bedeutendste interdisziplinäre Sammlung zur Kunst und Kultur der Moderne im deutschen Sprachraum gilt und über 1.300 Archive von Persönlichkeiten aus allen Kunstsparten sowie zahlreiche Bestände von Kunstinstitutionen und -verbänden verwahrt. (…)
AusstellungOut of the Box – 75 Jahre Archiv der Akademie der Künste, vom 8. Oktober 2025 bis 18. Januar 2026, Akademie der Künste, Pariser Platz 4, Berlin. Öffnungszeiten: Di-Fr 14-19 Uhr, Sa/So/feiertags 11-19 Uhr
2025 feiert das Archiv seinen 75. Geburtstag. Die Ausstellung wirft einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, welche Aufgaben, Herausforderungen und Erträge sich mit der Arbeit am Gedächtnis verbinden. 75 Geschichten über ikonische Werke, wie Walter Benjamins Aufsatz »Was ist Aura?«, Bertolt Brechts »Dreigroschenoper«, die Nationalhymne der DDR, Anna Seghers Roman »Das siebte Kreuz«, John Heartfields Collagen oder Käthe Kollwitz’ Mahnmal für den Frieden erzählen von der Aura der Objekte, der Ordnung der Dinge und von der Macht der Archive, den Kanon für die Erinnerungsarbeit künftiger Generationen zu bestimmen. Zugleich zeigen sie, dass es im Zeitalter »alternativer Fakten« immer wichtiger wird, dass ein Archiv die Gewähr für authentische und verlässliche Informationen bietet.
Plakate und Postkarten von Klaus und Rolf Staeck neben Arbeiten zahlreicher anderer Künstler im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst
Gezeigt werden Mail Art, Plakate und Faltrollos alternativer DDR-Kunstszenen bis zum 24. August 2025 im Dieselkraftwerk Cottbus. Darunter auch Arbeiten von Rolf Staeck und zwei Plakate zu Ausstellungen von Klaus Staeck. Mehr zur Ausstellung über diesen Link.
Rolf Staeck: Bitte freilassen, 1981; Losung 83: Vorwärts, 1982; Losung 78: Die Sorge um den Menschen, 1977; Losung 84: Alles im Griff, 1983; Offsetdruck, Leihgabe Lutz Wohlrab Plakat von Manfred Butzmann: „Die Gedanken sind frei – Klaus Staeck Plakate aus der BRD“; Kulturbund der DDR, Galerie Comenius, Dresden 1981. Offsetdruck: Druckerei Graetz, VG Bild-Kunst 2025, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst. Schenkung Armin Müller Plakat von Joachim Jansong und Klaus Staeck zur Ausstellung im Cotta-Club Freiberg (1990/1991), Siebdruck, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst. Schenkung Joachim Jansong
„Der Künstler und Verleger Klaus Staeck wurde mit seinen provozierenden, gesellschaftskritischen Kunstwerken international bekannt. Seit den 1960er Jahren tritt er dafür ein ‚was der Allgemeinheit nutzt‘ (Marc Aurel). Ausgestellt werden Plakate (1972-2020), Collagen, die Edition ‚Flagge zeigen‘, dokumentarisches Video etc.“ (Aus der Programmankündigung)
Zur Eröffnung sprachen u.a. der Trierer Kulturdezernent Markus Nöhl und Jean-Luc Caspers, 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier, e.V.Klaus Staeck mit Mitgliedern des Trierer Kunstvereins und dem Kulturdezernenten der Stadt, Markus Nöhl, vor einer Plakatwand. Gabi Lohberg (4.v.l.) ist Kuratorin der Ausstellung.
Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Palais Walderdorff, Trier, Domfreihof 1B
Freitag, 20. Juni 2025, 19.30 Uhr: „Klaus Staeck – was der Allgemeinheit nützt“, Eröffnung in der Galerie Palais Walderdorff und im Atrium derStadtbibliothek