Die Ibbenbürener Volkszeitung (IVZ) berichtet in ihrer Ausgabe vom 12. Oktober, dass die 2009 auf Initiative der Unternehmerfamilie Brenninkmeijer gegründete Draiflessen Collection eine bedeutende Sammlung von Buchkunstwerken erhalten hat. Sie stammt aus den Beständen der Kunstsammler Ingrid und Manfred Rotert, die zuvor bereits dem LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster einen umfangreichen Bestand ihrer Beuys-Multiples übergeben hatten. „Mit dem Kontakt unter anderem zu Klaus Staeck, Walther König und einem wachsenden Netzwerk aus der Kunstszene fanden nach und nach, die meisten nach 2000, auch Künstlerbücher Eingang in die Sammlung – ein Genre, das beide bis heute fasziniert, besonders Ingrid Rotert, die sich stets für Grafik, Design und Typografie begeistert hat“, teilt das Museum in Mettingen/Westfalen mit.
Mit dem Konvolut werde die Sammlung der Draiflessen Collection um einen eigenständigen, künstlerisch wie bibliophil bedeutenden Bereich der Gegenwartskunst bereichert. „Das Sammlerehepaar Ingrid und Manfred Rotert aus Osnabrück hat der Institution 60 hochkarätige Künstlerbücher, Vorzugsausgaben und Mappenwerke der klassischen Gegenwartskunst als Schenkung übergeben. Die Sammlung umfasst herausragende Werke von Künstlern wie Silvia Bächli, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Eduardo Chillida, Hanne Darboven, Markus Lüpertz, Gerhard Richter, Thomas Schütte oder Günther Uecker. „
Installation mit Archivkisten aus dem Vorlass von Klaus Staeck für das Archiv. Foto: Manfred Mayer
Werner Heegewaldt, Direktor des Archivs der Akademie der Künste, in „Akademie–Brief #2“:
Die Archivtools von Klaus Staeck
„Nichts ist erledigt.“ Das Credo des Plakatkünstlers Klaus Staeck prangt auf einem roten Koffer, der zu einem der jüngsten Neuzugänge des Archivs der Akademie der Künste gehört. Der Inhalt dokumentiert eine Ausstellung zu Fragen der Ökologie, wie Klimaerwärmung, Lufverschmutzung oder Atommüll. Die Schau tourt in den 2010er Jahren durch die Goethe-Institute weltweit. „Staeck-Plakate“ gelten als Markenzeichen für eine politische Kunst, die sich an ein breites Publikum richtet, gesellschaftliche Miss-Stände satirisch entlarvt und so zum Nachdenken über Kunst, Politik und Gesellschaft anregt. Die Toolbox als Ordnungssystem lässt erahnen, wie der Künstler sein überbordendes Material aufbewahrt und für sich erschließt. Staeck geht dafür einen unkonventionellen Weg und hat um die 500 rote Werkzeugkoffer zweckentfremdet. Seine eigenhändigen Aufschriften verdeutlichen die eitgespannten, interdisziplinären Interessen des Grafikers, politischen Aktivisten und Verlegers. Mitunter wirken die lakonischen Beschriftungen kryptisch oder auch geheimnisvoll: „anachronistischer Zugang, 1980″, „Bringt die Birne aus der Fassung“, „Lidl-Aktion l“, „Manuskript Störfall Kunst“ oder „Arno Breker IV“.
Bestens vernetzt mit der deutschen Kunstszene, arbeitet Klaus Staeck mit zahlreichen Kunstschaffenden aus unterschiedlichen Genres zusammen, wie Joseph Beuys, Heinrich Böll, Hanne Darboven, Jochen Gerz, A. R. Penck, Nam June Paik und Katharina Sieverding.
Seit 1968 verfolgt er das künstlerische Geschehen in Deutschland intensiv und legt dazu Sammlungen an. Sein umfangreiches Archiv wird so zu einem Spiegel deutscher Kunstgeschichte.
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Für Künstler wie für Sammler von Kunst und Zeitzeugnissen ist es ein großes Glück, dass es solche Archive wie das der Akademie der Künste gibt, und eine Sozietät von 400 Kunstschaffenden, die sich ein Archiv leistet, in Zeiten, da das Geld auch für Kulturausgaben immer knapper wird, verdient allen Respekt.
Und, um von meinem Beitrag für das Archiv zu sprechen, ist es eine gutes Gefühl, meinen Vorlass jetzt in der Nachbarschaft von George Grosz und Heartfield zu wissen – um nur zwei Namen aus der Vielzahl der Künstler zu nennen, die hier versammelt sind.
Fast ein Jahrzehnt durfte ich als gewählter Präsident in dieser Akademie dazu beitragen, dass die von Walter Jens und Heiner Müller gewagte Vereinigung der Ost- und West- Akademie mit einigem Erfolg weitergeführt werden konnte.
Ich erinnere an die große Leistung von György Konrád, als Präsident einer meiner Vorgänger, der dieser Akademie auch internationale Anerkennung gebracht hat. Konráds Nachlass wird ebenfalls hier in Berlin aufbewahrt und allen Interessenten zugänglich gemacht.
Und ich hoffe, dass auch alle nachfolgenden Präsidenten diesen großen Schatz künstlerischer Hinterlassenschaften würdigen, das Archiv der Akademie fördern und seine Bestände mehren helfen.
(07. Oktober 2025, zur Ausstellung „75 Jahre Archiv der Akademie der Künste“)
Ausstellung in der Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
8. Oktober 2025 bis 18. Januar 2026, Di-Fr 14-19 Uhr, Sa So 11-19 Uhr
(…) Die Schau eröffnet mit einem kugelförmig angeordneten „Staeck-System“. Kleine rote Werkzeugkisten aus dem Baumarkt, in denen der legendäre Ex-Präsident der Akademie der Künste Klaus Staeck (87) viele Erinnerungen, Zettel und Fotos verwahrte. Er reiste zur Ausstellungseröffnung aus Heidelberg nach Berlin an, gab zu: „Das Sammeln ist etwas Pathologisches.“
Klaus Staeck in der Ausstellung, fotografiert von Charles Yunck für die BZ. Foto Manfred Mayer
Litfaß-Säule am Berliner Kollwitzplatz. Fotos: Michael Wismar
Zum Tag des Offenen Denkmals am 14. September 2025 wurde von Michael Wismar, Initiator des Projektes LITFASS GOES URBAN ART, eine historische Litfaßsäule am Berliner Kollwitzplatz mit Staeck-Plakaten beklebt. Zufallsgast war Wolfgang Thierse. In Berlin gibt es ca. 2500 Litfaßsäulen, die für kommerzielle Plakatwerbung genutzt werden. Davon stehen 24 Litfaßsäulen unter Denkmalschutz.
Seit April 2019 setzt sich das Projekt Litfass Goes Urban Art dafür ein, dass alle 24 denkmalgeschützten Litfaßsäulen nicht mehr für kommerzielle Werbung verpachtet, sondern an ein Bündnis aus Berliner Kulturschaffenden und lokalen Kulturinstitutionen übergeben werden. Der in Berlin lebende Künstler und Initiator des Projektes, Michael Wismar, kuratiert seit 2019 auf denkmalgeschützten Litfaßsäulen mit unterschiedlichen Künstlern und Künstlerinnen. Seit 2022 nimmt er jährlich an der Veranstaltung Tag des Offenen Denkmals teil und versucht so auf eine alternative Nutzung der Säulendenkmäler durch eine künstlerische Intervention aufmerksam zu machen. 2021 bekam er vom Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg eine Litfaßsäule geschenkt, welche er 2022 mit der Unterstützung von der Künstlerin Marina Naprushkina auf dem Bahnhofsvorplatz Gesundbrunnen aufstellte. Seitdem wird die Säule jeden Monat künstlerisch bespielt. (Textquelle: Wikipedia)
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Plakate und Postkarten von Klaus und Rolf Staeck neben Arbeiten zahlreicher anderer Künstler im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst
Gezeigt werden Mail Art, Plakate und Faltrollos alternativer DDR-Kunstszenen bis zum 24. August 2025 im Dieselkraftwerk Cottbus. Darunter auch Arbeiten von Rolf Staeck und zwei Plakate zu Ausstellungen von Klaus Staeck. Mehr zur Ausstellung über diesen Link.
Rolf Staeck: Bitte freilassen, 1981; Losung 83: Vorwärts, 1982; Losung 78: Die Sorge um den Menschen, 1977; Losung 84: Alles im Griff, 1983; Offsetdruck, Leihgabe Lutz Wohlrab Plakat von Manfred Butzmann: „Die Gedanken sind frei – Klaus Staeck Plakate aus der BRD“; Kulturbund der DDR, Galerie Comenius, Dresden 1981. Offsetdruck: Druckerei Graetz, VG Bild-Kunst 2025, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst. Schenkung Armin Müller Plakat von Joachim Jansong und Klaus Staeck zur Ausstellung im Cotta-Club Freiberg (1990/1991), Siebdruck, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst. Schenkung Joachim Jansong
„Der Künstler und Verleger Klaus Staeck wurde mit seinen provozierenden, gesellschaftskritischen Kunstwerken international bekannt. Seit den 1960er Jahren tritt er dafür ein ‚was der Allgemeinheit nutzt‘ (Marc Aurel). Ausgestellt werden Plakate (1972-2020), Collagen, die Edition ‚Flagge zeigen‘, dokumentarisches Video etc.“ (Aus der Programmankündigung)
Zur Eröffnung sprachen u.a. der Trierer Kulturdezernent Markus Nöhl und Jean-Luc Caspers, 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Bildende Kunst Trier, e.V.Klaus Staeck mit Mitgliedern des Trierer Kunstvereins und dem Kulturdezernenten der Stadt, Markus Nöhl, vor einer Plakatwand. Gabi Lohberg (4.v.l.) ist Kuratorin der Ausstellung.
Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Palais Walderdorff, Trier, Domfreihof 1B
Freitag, 20. Juni 2025, 19.30 Uhr: „Klaus Staeck – was der Allgemeinheit nützt“, Eröffnung in der Galerie Palais Walderdorff und im Atrium derStadtbibliothek
Die Kunst- und Meinungsfreiheit zu verteidigen, war immer das Anliegen des Künstlers Klaus Staeck. Mit satirischen Plakaten wettert er gegen Politik und Wirtschaft. Das hat ihm nicht nur viele Schlagzeilen, sondern auch einige Prozesse eingebracht. Das Gespräch führte Stefan Koldehoff. Sendung am 25. Januar 2025. Wiederholung am 30. Januar 2025 um 19.15 Uhr.
Kommentar:
1989 bin ich Klaus Staeck in der Nikolai-Kirche Pulsnitz begegnet. Er war in den Zeiten des deutschen Umbruchs zusammen mit zwei CDU-Abgeordneten in Pulsnitz. Damals wusste ich als einer der Pfarrer in Pulsnitz nichts von seiner Geburt in eben dieser Kleinstadt. Heute habe ich sein Interview im DLF verfolgt und habe die Tragweite seines künstlerisch-sozialen Wirkens auf unsere Gesellschaft versucht, zu verstehen. Manchmal braucht es eben seine Zeit. (Matthias Peters, 25.01.2025)
(…) Einer, der sich seit Jahrzehnten öffentlich zur SPD bekennt, ist Plakatkünstler Klaus Staeck. Trotz der niedrigen Beliebtheitswerte von Olaf Scholz hat er auch in diesem Wahlkampf mit anderen Prominenten einen Wahlaufruf initiiert. „Es bedeutet etwas, seinen Namen unter eine Liste für eine Partei zu setzen. Das spricht sich rum”, sagt Staeck. “Deshalb überlegen sich die Leute das schon gut, ob sie das machen.“ Er halte es für seine Pflicht, weil er sich sorge und für die Demokratie einsetzen wolle. (…)
RBB 24, 20.02.25 | (Ausschnitt aus dem gesamten Text, der über den Link aufgerufen werden kann)
Schauspieler Ralf Möller, Sängerin Katja Ebstein, der Rapper Massiv – sie alle engagieren sich im Wahlkampf für eine Partei. Aber bringt das wirklich Stimmen? Oder ist es sogar ein Risiko für die Parteien? Das kommt darauf an, sagt die Wissenschaft. Von Lukas Haas und Nathalie Daiber
Die Bilder zeigen Wahlkampf in Reinform: Kanzlerkandidat Friedrich Merz und Action-Schauspieler Ralf Möller letzte Woche in einer Neuköllner Tischlerei. Sie hobeln, bewerben das Handwerk, die CDU und stellen sich den Fragen der Presse. Es fallen auch Späne, etwa bei der Frage nach der gemeinsamen Abstimmung von CDU und AfD im Bundestag. Doch darüber gehen sie einfach hinweg – denn es geht darum, sich im besten Licht zu präsentieren.
Auch in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2025 greifen die deutschen Parteien immer wieder auf die Unterstützung von Berühmtheiten zurück, obwohl die Wissenschaft ein ambivalentes Bild davon zeichnet. Denn die Vergangenheit zeigt: Die Verbindung von Prominenz und Politik kann misslingen.
Das Ziel: mehr Reichweite, größere Beliebtheit
Die SPD und Schlagerikone Roland Kaiser; die CDU und Ralf Möller; die Grünen und Zauberkünstler Siegfried und Joy; die FDP und DJ Paul van Dijk; die Linke und Liedermacher Konstantin Wecker – die Parteien setzen auch in diesem Wahlkampf auf prominente Hilfe.
Sie versuchen so, den Glanz der Prominenten auf sich zu übertragen, sagt Dennis Steffan, Professor für Medienwirkungsforschung an der Freien Universität Berlin. “Die Wahlkampfhilfe durch Prominente soll zeigen, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin beliebt ist und über ein großes gesellschaftliches Netzwerk verfügt”. Außerdem gehe es darum, die Reichweite zu steigern und Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die nicht zu ihrer Kernklientel gehören.
Obwohl es auch in diesem Wahlkampf prominente Unterstützung gibt, beobachtet Medienwirkungsforscher Steffan weniger solcher Auftritte im Vergleich zu früheren Wahlen – insbesondere der Ära Merkel. Aufgrund ihrer hohen Beliebtheitswerte sei es der Ex-Kanzlerin leichtgefallen, berühmte Persönlichkeiten für ihre Kampagne zu gewinnen.
Prominente Werbung auch riskant
„Aktuell haben wir Kandidatinnen und Kandidaten, die nicht so beliebt sind wie Angela Merkel zu ihren Hochzeiten“, sagt Steffan. Deshalb würden sie sich schwerer damit tun, Unterstützer zu gewinnen. „Wenn ein Politiker besonders beliebt ist, dann wollen auch mehr Leute davon profitieren.“
Die aufgeheizte politische Stimmung spiegele sich auch in der geringeren Unterstützung wider, da auch das wohl viele Berühmtheiten abschrecke.
Denn auch für Prominente steht ihr Ruf auf dem Spiel, wenn sie sich zu einer Partei bekennen. Wenn eine Partei oder ein Kandidat polarisiert, ist dieses Risiko besonders groß. Das erkläre, warum sich – abseits von Elon Musk – kaum deutsche Prominente für die AfD öffentlich einsetzen.
Einer, der sich seit Jahrzehnten öffentlich zur SPD bekennt, ist Plakatkünstler Klaus Staeck. Trotz der niedrigen Beliebtheitswerte von Olaf Scholz hat er auch in diesem Wahlkampf mit anderen Prominenten einen Wahlaufruf initiiert. „Es bedeutet etwas, seinen Namen unter eine Liste für eine Partei zu setzen. Das spricht sich rum”, sagt Staeck. “Deshalb überlegen sich die Leute das schon gut, ob sie das machen.“ Er halte es für seine Pflicht, weil er sich sorge und für die Demokratie einsetzen wolle. (…)
„Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft“ 1945 – 2000
Ausstellung der Plakate von Klaus Staeck in der Berliner Neuen Nationalgalerie, noch bis 28.09.2025.
Die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist durch eine Vielfalt an Materialien, Medien und Methoden bestimmt. Gleichzeitig stand kaum eine Ära so unter dem Zeichen von Teilung und Zerrissenheit aber auch Erneuerung: „Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft“ heißt diese Sammlungspräsentation der Neuen Nationalgalerie zur Kunst nach 1945 bis zur Jahrtausendwende.
Holocaust und Krieg, Aufbruch und Emanzipation, Kalter Krieg und Mauerfall führten zu Spannungen innerhalb der Gesellschaft sowie zu fundamentalen Neuausrichtungen in der bildenden Kunst. Titelgebend ist die radikale Performance des Wiener Aktionisten Günter Brus von 1970, in der er sich bis an seine körperlichen Grenzen dem Zug von Stahlseilen aussetzte. 14 Kapitel greifen zentrale künstlerische wie gesellschaftliche Themen des 20. Jahrhunderts auf, etwa die Frage nach Realismus und Abstraktion, Politik und Gesellschaft, Alltag und Pop, Feminismus, Identität oder Natur und Ökologie.
Die Ausstellung zeigt Gemälde, Objekte, Fotografien und Videoarbeiten aus der Bundesrepublik und der DDR, Westeuropa und den USA sowie künstlerische Entwicklungen aus den ehemaligen sozialistischen Staaten. Zu sehen sind Werke des Informel, der US-amerikanischen Farbfeldmalerei, des Realismus der 1970er-Jahre, der Pop- und Minimal Art ebenso wie der Konzeptkunst von Künstler*innen wie Marina Abramović, Joseph Beuys, Francis Bacon, Lee Bontecou, Rebecca Horn, Valie Export, Wolfgang Mattheuer, Louise Nevelson, Bridget Riley, Pippilotti Rist oder Andy Warhol. Ergänzt wird die Präsentation schlaglichtartig um Werke von Künstlerinnen wie Kiki Kogelnik oder Ewa Partum, die bisher nicht in der Sammlung der Nationalgalerie vertreten sind. (aus dem Text der Ausstellungs-Ankündigung der Nationalgalerie)
Anlässlich der Ausstellung lädt die Neue Nationalgalerie Künstler*innen und Expert*innen zu Gesprächen über „Zerreißproben“ in Vergangenheit und Gegenwart ein. Diskutiert wird über Rollen der Kunst zwischen Politik und Gesellschaft, zwischen Alltag und Pop, zwischen Natur und Ökologie, über Feminismus und flüchtige Identitäten.
Mit Candice Breitz, Eckhart Gillen, Kirsten Klöckner, Katy Hessel, Ewa Partum, Gregor Quack, Anja Salomonowitz, Cornelia Schleime, Klaus Staeck, Eric Otieno Sumba, Marta Smolińska, Wolfgang Ullrich, Philip Ursprung, Franz Erhard Walther
Video-Ausschnitt aus dem Gespräch in der Neuen Nationalgalerie (3 min)
„Nichts ist erledigt“ – Warum die Kunst kämpferisch sein muss. 19.02.2025 Neue Nationalgalerie Berlin, Kirsten Klöckner im Gespräch mit Klaus Staeck. Video-Ausschnitt aus dem Gespräch (3 min.).
Die Zerreißprobe TALKS finden an 10 Abenden im Foyer der Neuen Nationalgalerie statt. Der Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich.
Die Veranstaltungsreihe wurde konzipiert von Joachim Jäger und Maike Steinkamp
In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Die AWO der bayerischen Stadt Penzberg zeigt bis zum 29. November die Ausstellung „Flagge zeigen für Demokratie. Gegen Gewalt und Fremdenhass“ an vielen Orten der Stadt. (Link zu merkur.de)
Initiiert wurde die Sammlung mit Plakaten von 38 Künstlern im Jahre 1994 von Klaus Staeck. Die Wanderausstellung fand bisher mehr als 160 mal statt. Sie zeigt unter anderen Arbeiten von Christo, Tomi Ungerer, Hanne Darboven, Rupprecht Geiger, Kirsten Klöckner, Harald Naegeli, Daniel Spoerri, Günther Uecker und dem BAP-Sänger Wolfgang Niedecken.
Das Thema sei aktuell, meint die AWO-Ortsvorsitzende Ute Frohwein-Sendl, weil „die Abneigung auf alles Unbekannte und Fremde immer lauter“ werde.
Deshalb habe sich der Ortsvorstand entschlossen, die Sammlung in die Stadt zu holen. Um die Menschen wachzurütteln und zum Nachdenken zu bringen. „Man muss sich wieder um Demokratie bemühen“, mahnt Frohwein-Sendl. Gerade Penzberg mit seinen Bürgern aus über 90 Nationen sei doch ein Beispiel für „ein schönes Miteinander“, geprägt von Respekt, ist die AWO-Chefin überzeugt. „Das muss man bewahren.“
Im Vorstand habe man sich bewusst entschieden, die DIN-A1-Werke nicht an einem Ort zu präsentieren – sondern in der Stadt verteilt. „Wir wollen es da machen, wo die Leute sowieso hingehen“, hofft Frohwein-Sendl somit auf eine größere Resonanz. Institutionen, Geschäfte, öffentliche Einrichtung, Glaubensgemeinschaften, auch drei Schulen machen mit. „Wir brauchen alle Menschen, egal welchen Glaubens und welcher Hautfarbe – für ein gutes Miteinander!“, hatte Frohwein-Sendl im Vorfeld in einem Schreiben um Teilnehmer geworben.
Interessenten können die Ausstellung nach dem 29. November für weitere Präsentationen ausleihen. (mit Material von merkur.de)