
Projekt von Herbert Fritsch: www.hamlet-x.de
mit Klaus Staeck
Schnitte und Effekte: Tobias Frühmorgen
Kamera: Steffen Dost // Dramaturgie: Sabrina Zwach // Sounddesign: Sebastian Reuter // Produktionsleitung: Georg Tschurtschenthaler
Projekt von Herbert Fritsch: www.hamlet-x.de
mit Klaus Staeck
Schnitte und Effekte: Tobias Frühmorgen
Kamera: Steffen Dost // Dramaturgie: Sabrina Zwach // Sounddesign: Sebastian Reuter // Produktionsleitung: Georg Tschurtschenthaler
Kolumne März 2015
Sie sind inzwischen fast alle über 90 Jahre alt, die Täter. Die Täter? Wer jemals in Auschwitz-Birkenau oder Treblinka war, in Oranienburg, Mittelbau-Dora oder Buchenwald, diesen mehr oder weniger industriell betriebenen staatlichen Massenmord-Anstalten, dem fällt es schwer, die Frage unbefangen zu beantworten, ob man den alten Männern noch den Prozess machen soll nach all den Jahrzehnten, die von der Justiz gebraucht wurden, um ihrer habhaft zu werden.
Kolumne März 2015
Letztens machte mich jemand mit den Usancen einer Branche bekannt, die ich nur als Konsument kenne. Als Mitarbeiter der Marketing- und Rennsportabteilung eines Autokonzerns weihte er mich in die Praktiken der Absatzförderung ein. So würde eine neue Karosse nicht etwa in Werksnähe vorgestellt, sei die Gegend auch noch so ferienparadiesverdächtig. Gefragt sei ein attraktiver Ort im möglichst fernen Ausland.
Kolumne März 2015
Aus der Flut der Informationen haben sich dieser Tage zwei Meldungen herausgehoben, die gegensätzlicher kaum sein konnten. Über das Internet verbreitete Change.org die Tatsache, dass „der Flughafen Hamburg im vergangenen Jahr 97 Strafanzeigen gegen Flaschensammler gestellt hat, die gegen das dort geltende Sammelverbot verstoßen haben“.
Fast zur gleichen Zeit meldeten Deutschlands Zeitungen, dass unsere Reichen noch viel reicher sind, als bisher angenommen. Als Beleg dient eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).
Kolumne Februar 2015
Der 15. Februar 2015 zählt für die SPD zu den glücklicheren Tagen im irdischen Jammertal. Endlich ein Ausbruch aus dem 25-Prozent-Ghetto der leidigen Umfragen. Zwar nur in einem Stadtstaat, doch jeder Wahlsieg ist Balsam für die geschundene sozialdemokratische Seele. Und wie das so ist mit den freudigen Ereignissen, es wollen auch Leute teilnehmen, die nicht auf der Einladungsliste stehen.
Kolumne Februar 2015
Hört und liest man von den schwindelerregenden Ergebnissen internationaler Auktionshäuser, könnte man stets aufs Neue den Eindruck gewinnen, dass die Kunst endgültig nur noch nach den Gesetzmäßigkeiten der Märkte betrachtet wird. Spätestens im jüngst ausufernd ausgetragenen Streit um die Veräußerung der beiden Andy Warhol-Bilder durch den Aachener Casinobetreiber WestSpiel wurde das Phänomen exorbitanter Wertsteigerung zeitgenössischer Kunst noch einmal in feuilletonistischer Breite hin und her bewegt.
Kolumne 29. Januar 2015
Die Demokratie hat derzeit viele Herausforderungen zu bestehen. Eine davon ist die Entscheidung, ob wir nach den Pariser Morden verbriefte Rechte zum Schutz der ohnehin schon löchrigen Privatsphäre einem vermehrten Sicherheitsbedürfnis zum Opfer fallen lassen. Die zahlreichen öffentlichen Bekundungen lassen immerhin darauf schließen, dass das von der Verfassung unter besonderen Schutz gestellte Recht auf freie Meinungsäußerung von kaum jemand ernsthaft in Frage gestellt wird. Jedenfalls gab es wohl noch nie so viele öffentlich bekennende Verteidiger der Satire. Streit gibt es allenfalls über die Grenzen von noch erlaubt oder schon herabwürdigender Schmähkritik.
Der saudi-arabische Autor und Blogger Raif Badawi muss um sein Leben fürchten, weil er Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet hat. Er braucht unsere Hilfe. Kolumne 14. Januar 2015
Kolumne 17. Dezember 2014
Nein, das wird kein Text gegen Neonazis in Nadelstreifen, gegen demonstrierende Springerstiefelträger, gegen Verirrte, die sich nur noch in Schweigemärschen zu Wort melden können. Fünfzehntausend Dresdner auf den Straßen von „Elbflorenz“ muss maneinfach zur Kenntnis nehmen als ein politisches Ereignis, das Widerspruch herausfordert,will man sich nicht ignorant zurücklehnen und zu den immer politisch Korrekten zählen.
Kolumne November 2014
Als es wieder einmal um die kriminelle Energie multinationaler Konzerne bei der Steuervermeidung ging war die mediale Erregung kurz und heftig. Erregung worüber eigentlich? Höchstens die Höhe der Gaunereien bot Überraschungen. Denn dass die Niederlande, Luxemburg, Großbritannien, Malta und Irland seit Jahrzehnten Wettbewerber im Kampf um die Armee der „legalen“ Steuerflüchtlinge sind, ist längst bekannt.